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Fairtrade Daten & Fakten 2024/2025 – Was der neue Jahresbericht zeigt
Fairer Handel bleibt ein klarer Trend: Der Fairtrade Jahres- und Wirkungsbericht 2024/25 zeigt eindrucksvoll, wie stark die Nachfrage nach fair gehandelten Produkten in Deutschland wächst und welche Wirkung das weltweit für Produzenten und -innen hat.
Im Folgenden findest Du die wichtigsten Zahlen, Entwicklungen und Hintergründe aus dem aktuellen Bericht.
Fairtrade in Zahlen – Das Wichtigste auf einen Blick
- 2,9 Milliarden Euro gaben Verbraucher/innen 2024 für Fairtrade-Produkte aus
→ ein Plus von 13 %. - 44 Millionen Euro Fairtrade-Prämien flossen in Gemeinschaftsprojekte in den Anbauländern.
- Fast 600 Lizenzpartner bieten Fairtrade-Produkte an.
- 8.700 Produkte sind in Deutschland erhältlich.
- über 900 Fairtrade-Städte, im Juli 2025 wurde die 1.000 Fairtrade-Schule ausgezeichnet und 50 Fairtrade-Universitäten – bundesweit.
- 9 von 10 Verbraucher/innen kennen das Fairtrade-Siegel.
Diese Zahlen zeigen: Fairtrade ist längst kein Nischenprojekt mehr, sondern ein relevanter Bestandteil nachhaltigen Konsums in Deutschland.
Produktkategorien im Überblick
Kaffee
- Absatz: +6 %
- Marktanteil: 5,3 %
- Prämienvolumen: 13 Mio. Euro
- 75 % des Fairtrade-Kaffees ist zusätzlich Bio.
→ Herausforderung: extreme Preisvolatilität durch Klimakrise.
Kakao
- Absatz: +11 %
- Marktanteil erstmals über 20 %
- Prämienvolumen: 20 Mio. Euro
→ Klimabedingte Ernteausfälle in Westafrika bleiben ein großes Problem.
Blumen
- Marktanteil: 44,5 % – Rekord!
- Absatz: +10 %
- Prämienvolumen: 3 Mio. Euro
→ Strengere EU-Kontrollen und Klimawandel erhöhen die Produktionskosten.
Bananen
- Absatz: +7 %
- Marktanteil: 16 %
- Prämienvolumen: 6 Mio. Euro
→ Herausforderungen: Dürren, Überschwemmungen, Pflanzenkrankheiten.
Diese vier Kategorien stehen für den Großteil der Fairtrade-Wirkung und zeigen, wie stark Verbraucher/innen mit ihrem Einkauf Einfluss nehmen können.
Solidarität wirkt: Was Fairtrade vor Ort verändert
Die Fairtrade-Prämie ermöglicht Projekte, die direkt das Leben der Menschen verbessern – von Gesundheitszentren über Bildungsangebote bis hin zu Klimaanpassungsmaßnahmen.
| 💡 Fairtrade-Prämie – kurz erklärt Die Fairtrade-Prämie ist ein zusätzlicher Geldbetrag, den Produzent*innen oberhalb des Fairtrade-Mindestpreises erhalten. Die Kooperative entscheidet demokratisch, wofür das Geld eingesetzt wird – zum Beispiel für Schulen, Gesundheitsversorgung, Klimaschutz oder bessere Arbeitsbedingungen. Kurz gesagt: Die Fairtrade-Prämie stärkt Gemeinschaften und ermöglicht nachhaltige Verbesserungen direkt vor Ort. |
Beispiele aus dem Bericht:
- Gesundheitszentren der Bananenkooperative Banelino in der Dominikanischen Republik.
- 22 % höhere Kakaoerträge und 28 % höhere Einkommen im Way-To-Go-Programm.
- 1,8 Millionen neue Schattenbäume im Kaffeeanbau zur Klimaanpassung.
- Workshops und Trainings zur Umsetzung von EU-Regulatorik (EUDR, CSDDD, Öko-Verordnung).
Fairtrade unterstützt Produzent/-innen nicht nur finanziell, sondern auch durch Beratung, Trainings und technische Lösungen wie Geolokalisierung zur Einhaltung neuer EU-Vorgaben.
EU-Regulatorik: Fairtrade als starker Partner
Neue EU-Gesetze stellen viele Produzenten und -innen vor große Herausforderungen. Fairtrade hilft bei:
- Entwaldungsverordnung (EUDR)
- EU-Lieferkettengesetz (CSDDD)
- EU-Öko-Verordnung
Mit dem HREDD Support Fund können sich Kooperativen und Unternehmen gemeinsam bewerben, um Sorgfaltspflichten umzusetzen – ein Meilenstein für faire Lieferketten.
| 💡 HREDD Support Fund – kurz erklärt Der HREDD Support Fund ist ein Förderprogramm von Fairtrade, das Produzentenorganisationen und Unternehmen dabei unterstützt, menschenrechtliche und umweltbezogene Sorgfaltspflichten umzusetzen. Der Fonds finanziert z. B. Trainings, Risikoanalysen, digitale Tools oder Verbesserungen in der Rückverfolgbarkeit, damit Lieferketten fairer, sicherer und transparenter werden. Kurz gesagt: Der HREDD Support Fund hilft Kooperativen, neue EU‑Vorgaben zu erfüllen und ihre Lieferketten nachhaltig zu stärken. |
Transparenz & digitale Tools
Fairtrade baut seine digitalen Angebote weiter aus:
- Living Income Reference Price Map
- Fairtrade Impact Map
- Risk Map
- Coffee Dashboard (nach dem Banana Dashboard)
Diese Tools machen Wirkung und Risiken entlang der Lieferketten sichtbar und sind ein wichtiger Schritt für mehr Transparenz.
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Fazit: Fairtrade bleibt auf Wachstumskurs
2024 war ein starkes Jahr für Fairtrade – trotz globaler Krisen, Klimawandel und regulatorischer Herausforderungen. Der Bericht zeigt klar:
Fairer Handel wirkt.
Er verbessert Einkommen, stärkt Gemeinschaften, schützt Umwelt und schafft Transparenz.
Und: Immer mehr Menschen in Deutschland entscheiden sich bewusst für Produkte, die nicht nur gut schmecken, sondern auch Gutes bewirken.
Quelle: Fairtrade Deutschland JAHRES- UND WIRKUNGSBERICHT 2024/25
