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Strahlend blauer Himmel, Meeresrauschen und 28 Grad …
4,5 Std. Flug, 50 min. mit der Fähre von Teneriffa nach La Gomera und dann noch 1,25 Std. Busfahrt in den Westen der Insel. Das Ziel ist La Puntilla im Valle Gran Rey – das Tal der großen Könige. Während der Fahrt in Serpentinen über die Berge bekommt man einen ersten Eindruck von der Vulkanlandschaft mit den tiefen Schluchten und von der vielfältigen farbenfrohen Vegetation.
(Bananen-) Palmen (insgesamt mehr als 100.000 auf ca. 370 qm Inselfläche), Mangobäume, Avocado, Lorbeerbäume. Kleine Dörfer mit kleinen Häusern, die mit ihren bunten Farben an Kunstwerke von Hundertwasser erinnern.
Der 39,84 km2 große Nationalpark Garajonay ist seit 1986 Weltkulturerbe der UNESCO und besitzt den einzigen subtropischen Wald Europas. In La Puntilla angekommen sieht man als erstes den dunkelblauen wolkenlosen Himmel und hört die Wellen, die sich am schwarzen Sandstrand brechen. Auf der Insel gibt es nur wenige Badebuchten, da durch die Strömungen des Atlantiks der Sand meist weggespült wird und schwimmen durch die Unterströmungen gefährlich sein kann. Die Insel ist bekannt für ihre vielen gut beschilderten Wanderwege. Es werden auch geführte Wanderungen, organisierte Busfahrten sowie Bootsfahrten angeboten. Man kann Delfine, Wale und Meeresschildkröten in ihrem natürlichen Lebensraum beobachten, ohne die Tiere zu stören. Sie sind sogar mit unserem Boot mit geschwommen. Der Tourismus spielt im Valle Gran Rey auch eine große Rolle, aber es wurden hier keine „Touristenbettenburgen“ gebaut, sondern man ist bestrebt, die Gebäude in das Landschaftsbild zu integrieren. Kleine flache Häuser, Solaranlagen und Recycling. Den Anstoß dazu gab der spanische Architekt und Künstler César Manrique, der die Inselbewohner immer wieder beeinflusste und sie davon überzeugen konnte, die Einzigartigkeit der Landschaft zu erhalten. Auch nach seinem Tod im Jahr 1992 sind seine Ideen und Gedanken nicht vergessen.
Fazit: Das Flair der ehemals deutschen Hippie-Kolonie aus den 80-ern ist immer noch teilweise sichtbar und versprüht einen besonderen Charme – alternativ, ökologisch und vegetarisch weisen auf die Lebensart dieser Zeit hin. 2023 waren etwa 6,65 % der Bewohner auf La Gomera aus Deutschland. Wer Ruhe, Entspannung und eine ursprüngliche Landschaft sucht, ist im Valle Gran Rey bestens aufgehoben – nicht immer in der Hauptsaison ;-).



