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Totholz spielt eine entscheidende Rolle für die Artenvielfalt und das Ökosystem. Viele Tier-, Pilz- und Pflanzenarten sind in Mitteleuropa auf Totholz angewiesen – darunter auch seltene Käferarten.
Es dient als Lebensraum, Nahrungsquelle und Brutstätte für viele Organismen. Spechte nutzen es zum Höhlenbau, Pilze zersetzen es und bereiten Nährstoffe für den Waldboden auf. Gleichzeitig fördert es die Humusbildung und speichert Feuchtigkeit, was das Mikroklima stabilisiert.
Durch die Zersetzung setzt Totholz wichtige Nährstoffe wie Stickstoff und Kohlenstoff frei, die wiederum das Wachstum neuer Pflanzen unterstützen. Daher ist der Schutz von Totholz essenziell für die Natur. In vielen Wäldern wird es bewusst stehen gelassen, um die natürliche Regeneration zu fördern.

Totholz als Lebensraum: Es bietet Nahrung und Schutz für zahlreiche Arten, darunter Insekten, Fledermäuse, Spechte und Eulen.
Ökologische Funktionen:
– Produktivität: Liefert Nährstoffe und fördert die Naturverjüngung.
– Wasserspeicher: Reguliert den Wasserhaushalt und schützt vor Erosion. Bis zu 18 % des Niederschlags kann in Totholz und der Streuschicht eines Waldes gespeichert werden. Verrottendes Holz kann bis zu 0,85 m³ Wasser pro m³ Totholz aufnehmen. Durch seine poröse Struktur speichert Totholz große Mengen Wasser und gibt es langsam wieder ab.
Mikroklima: Schafft vielfältige klimatische Bedingungen im Wald. Wälder verdunsten große Mengen Regenwasser und beeinflussen dadurch auch das lokale Wetter.
Kohlenstoffspeicher: Speichert CO₂ und trägt zur Klimawandelminderung bei.
Zersetzungsprozess: Holz wird über Jahrzehnte bis Jahrhunderte langsam zu Humus abgebaut.
Totholzmanagement: In der nachhaltigen Forstwirtschaft sollte Totholz erhalten bleiben, um die Biodiversität zu fördern, die Wasserverfügbarkeit zu verbessern und Wälder widerstandsfähiger gegen die Folgen des Klimawandels zu machen.
Auf der Website des NDR gefunden: „Aus Totholz im Garten eine Käferburg bauen“ – Link zu dem Artikel mit Fotos.
